Endlich!

Wir dachten schon, kein Abbild des Moritz’ zu finden. Doch nun wissen wir wie der Herzog, zumindest im Profil, aussah! Im Entstehungsjahr der Medaille war er 31 Jahre alt, trug volles, lockiges Haar und einen modischen Bart. Ob die Halskrause wohl die ist, die sich heute im Museum befindet? Zumindest im Inventar seines Nachlasses ist nur die erhaltene verzeichnet. Vielleicht ist der Harnisch auf der Medaille auch der, der sich an Moritz’ Todestag in seinem Besitz befand?

Wir freuen uns wirklich sehr, dass Herr Christian Kammann auf unser Projekt aufmerksam geworden ist, und uns die Medaille mit Moritz’ Portrait zugesendet hat. Und nicht nur das, Herr Kammann hat uns auch ein Bild seines Bruders Fürsterzbischof Heinrich III von Bremen beschert, der am Palmsonntag im Jahr 1585 beim Ritt in die Kirche vom Pferd stürzte und an den Folgen verstarb.

Herr Kamman untersucht aktuell im Auftrag des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, Stade das Projekt ”Hofkultur im weltlichen Hochstift”, welches die Kultur am Hof des Bremer Fürsterzbischofs Johann Friedrich (reg. 1598-1634) untersucht. Wir freuen uns über weiteren Austausch!

 

Einseitige Medaille 1582. Von Tobias Wolf, Dresden.

MAVRITI : D : G : DVX : SAX : ET : LAWENBVURG

Bärtiges Brustbild rechts mit Harnisch und Halskrause, am Arm vertieft 1582.

Dorfmann, Bruno (1969): Das Münz- und Geldwesen des Herzogtums Lauenburg

Maya Brockhaus